Osteopathie
Die Osteopathische Behandlung
Zu einer osteopathischen Behandlung beim Pferd gehört immer eine genaue Bewegungsanalyse, am besten an der Longe und auch unter dem Reiter. Dann werden alle Gelenke und die gesamte Wirbelsäule auf ihre Beweglichkeit hin untersucht um so Blockaden oder Verschiebungen aufzuspüren. Am Ende steht dann die Behandlung mit den verschiedenen osteopathischen Techniken. Auch der Sattel wird inspiziert, denn manchmal ist auch ein schlecht sitzender Sattel die Ursache für Beschwerden. Eine osteopathische Behandlung beim Pferd dauert beim ersten Besuch ca. 1 ½ - 2 Stunden.
Beschwerden, die durch falsches Reiten begründet sind, kann der Pferdeosteopath natürlich nur kurzfristig ändern. Hier ist jeder Reiter zur selbstkritischen Betrachtung aufgefordert und muß auch damit rechnen, dass der Pferdeosteopath ihn auf die eigenen Schwächen aufmerksam macht. Gemeinsam kann so ein neuer Trainingsplan, evtl. auch mit dem vorhandenen Reitlehrer entwickelt werden.
Nach einer osteopathischen Behandlung muß man dem Pferd einige Zeit geben, um auf die Behandlung zu reagieren. So sollte der Pferdehalter mindestens zwei Tage nicht reiten, sondern mit seinem Pferd ausgiebige Spaziergänge und an der Hand unternehmen.
Durch diese Bewegung ohne Belastung kann sich der Organismus des Pferdes neu organisieren. Wenn ein Pferd Paddock oder Weidegang gewöhnt ist, sollten Sie darauf nicht verzichten! Nach den ersten 2 - 3 Tagen sollte der Reiter wieder langsam mit der Arbeit beginnen und das Pferd nicht unter Druck setzen, wenn es manche Übungen vielleicht nicht sofort ausführen kann.
Eine erneute osteopathische Behandlung ist frühestens nach 3 - 4 Wochen erforderlich, hier kann der Osteopath die beim ersten Termin gefundenen Läsionen erneut überprüfen und evtl. nachbehandeln.